Sarahs Geschichte

Forschung sei Dank: Neue Hoffnung für Sarah

Sarah ist fast vier Jahre alt. Einen Großteil ihres jungen Lebens hat sie im Krankenhaus verbracht: Von Geburt an leidet das Mädchen an einer sehr seltenen Lungenerkrankung, der pulmonalen Alveolarproteinose. Die Krankheitsursache wurde lange nicht gefunden, Sarahs Leiden konnte nur symptomatisch behandelt werden. Regelmäßig, zuletzt einmal im Monat, musste sie belastende Lungenspülungen im Krankenhaus über sich ergehen lassen, um richtig atmen zu können. Zusätzlich braucht das Mädchen permanent Sauerstoff. Die Prognose: Ohne heilende Therapie würde Sarah in den nächsten zwei Jahren sterben.

Die Ursachenfindung bei einer seltenen Erkrankung gleicht oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Sarah hatte das große Glück, dass Wissenschaftler am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München das eine defekte Gen schließlich aufgespürt haben: Ein Immundefekt ist verantwortlich für Sarahs schwere Krankheit. Mit dieser Entdeckung gibt es endlich auch neue Hoffnung ‒ eine Stammzelltransplantation könnte das Mädchen dauerhaft heilen!

Kinder mit seltenen Erkrankungen wie Sarah werden die „Waisen der Medizin“ genannt. Allzu oft kann ihnen nicht oder nur unzureichend geholfen werden, da ihre Krankheiten noch nicht erforscht sind und wirksame Therapien fehlen. Ihre Erkrankungen sind so selten, dass sich die Entwicklung neuer Heilmethoden für die Industrie kaum lohnt.